Deutschlands großer Singlebörsen Vergleich 2018

Mobile Dating – Tinder im Test

Mobile Dating steht bei Singles gerade hoch im Trend. Ob im Fernsehen, oder im Internet, überall wird derzeit über das Thema Mobile Dating berichtet. Dabei gibt es das Mobile Dating nicht erst seit gestern. Singlebörsen wie FriendScout24, Neu.de und Single.de haben bereits seit vielen Jahren Mobile Apps und ermöglichen so Singles auch unterwegs, ob während der Arbeit, bei Freunden, oder im Urlaub die Lage bei der Partnersuche zu checken. Auch Partnervermittlungen wie PARSHIP, ElitePartner und eDarling haben für ihre Singles entsprechende Mobile Apps zur Verfügung gestellt. Dieser Hype zum Mobile Dating, ausgelöst durch Tinder. Also muss Tinder ja was haben, was andere Dating Apps nicht haben.

Tinder – die Revolution im Mobile Dating

Schaut man sich die ganze Medien-Berichterstattung an, hat man azunächst das Gefühl eine völlig neue, intuitive Art der Partnersuche im Mobile Dating zu erleben – eine Revolution. Und das ganze ist zudem völlig kostenlos und ohne jegliche Werbung. Doch das scheint in der Medien-Berichterstattung nicht weiter kritisch betrachtet zu werden. Was macht die Tinder Mobile App denn so beliebt? Um diese Frage zu beantworten, muss man Tinder mit unterschiedlichen Augen betrachten. Zunächst einmal sei gesagt, dass Tinder nicht für jeden Single Typ das ultimative Dating Erlebnis darstellt. Schaut man sich die APP erst einmal an, stellt man fest, dass Tinder nichts anderes ist, als eine modifizierte Version von Hot or Not, nur dass man sich beim Anblick eines Bildes entscheidet, ob man die Person näher kennen lernen möchte, oder nicht. Im Vergleich zu anderen Mobile Dating Apps sieht man hier lediglich ein Foto. Persönliche Angaben, wie man diese von rennomierten Singlebörsen und Dating-Portalen her kennt, sucht man vergeblich. Das Einzige, was man mit der Tinder-App ebenfalls sieht, ist die Übereinstimmung von Facebook-Interessen. Und hier sind wir bereits beim nächsten Punkt angekommen.

Tinder Anmeldung nur mit Facebook

Um die Tinder Mobile Dating App für Android-Smartphones und iPhone nutzen zu können, bedarf es einer Anmeldung mit Facebook. Jegliche andere Form der Mitgliedschaft, mit E-Mail und Passwort, wie man es von den meisten Singlebörsen und Dating-Portalen her kennt, ist hier nicht möglich. Nun, Tinder gibt zumindest an, dass sie nicht ohne Erlaubnis in die eigene Facebook Pinnwand postet, doch das ist für Singles ohne Facebook-Mitgliedschaft sicherlich kein Trost. Wer also kein eigenes Facebook Profil sein Eigen nennt und auch keines anlegen möchte, der kommt leider nicht in den Genuss von Tinder. Tinder ohne Facebook geht nicht!

Tinder, Facebook und Internet Romance Scam

Da man Tinder ausschließlich mit Facebook nutzen kann und Facebook bekannt dafür ist, dass sich dort unzählige Internet Romance Scammer tummeln, ist das Potenzial für Betrüger bei Tinder schon gewaltig hoch. Während andere Dating Portale Sicherheitsmechanismen eingebaut haben, durch welche Singles die Echtheit ihres Accounts verifizieren können, steht diese Option bei Tinder nicht zur Verfügung. Auch das Fehlen einer browser basierten Lösung erschwert dem Nutzer das Identifizieren von Betrügern. Denn während man in Singlebörsen, die ihren Nutzern neben der Mobile-App auch eine Browser basierte Plattform anbieten, dort die Profilbilder relativ einfach über die Google Bildersuche auf Scam prüfen kann, wird es hier zum Hürdenlauf. Um bei Scam-Verdacht das Profil eines Mannes oder einer Frau auf Tinder prüfen zu können, muss man mit dem Smartphone zunächst einmal einen Screenshot machen. Dieser muss dann wiederum auf ein Notebook oder PC gezogen werden, dort das Profilbild mit einem Bildbearbeitungsprogramm freigestellt werden, um es dann in die Google-Bildersuche ziehen zu können. Das kommt Scammern natürlich zu Gute. Singles, die in anderen Singlebörsen mit Scammern in Berührung kamen, haben deren Bilder meist in Scam-Foren publiziert, konnte man auch in wenigen Schritten durchführen. Doch dies stellt für viele eine zu große Hürde dar, weshalb auch relativ wenig Scam-Bilder den AntiScam-Portalen gemeldet werden.

Tinder Testbericht - Schnelltest Tinder - Mobile Dating App - Einstellungen - Umkreissuche - Suchumkreis - Männer - Frauen - Altersklasse 18 bis 55+

Tinder – Wie funktioniert das eigentlich?

Alle relevanten Daten, die für das Mobile Dating mit Tinder notwendig sind, werden aus dem Facebook-Profil gezogen. Hierzu zählt neben dem Vornamen, dem Alter, Geschlecht und Profilbilder auch die Interessen und der aktuelle Wohnort. Wie auch bei anderen Mobile-Dating Apps, kann bei Tinder auch der Radius der Partnersuche eingegrenzt werden. Der maximale Suchumkreis bei Tinder wird auf meiner Android-App mit 161 km angegeben. Möchte ich jedoch in einem anderen Fleck in Deutschland nach meinem Partner suchen, bedeutet dies, dass ich hierzu den Wohnort in Facebook ändern muss. Schließlich bietet mir die Mobile APP Tinder nicht die Möglichkeit dazu. Nun kann ich noch die Altersklasse für die Partnersuche auf Tinder einschränken. Diese reicht von 18 bis 55+ Jahre. Selbstverständlich kann ich auch das Geschlecht vornehmen, denn nicht jeder Single ist heterosexuell veranlagt.

Doch nun zum Eigentlichen – Wie funktioniert Tinder?

Hat man die Einstellungen für die Partnersuche mit der Mobile-Dating App Tinder festgelegt, geht es eigentlich nur noch ums Wischen. Wie früher, bei Hot or Not Portalen, entscheidet hier das Profilbild über den weiteren Verlauf. Hier geht es zunächst nur um das äußerliche Erscheinungsbild. Nähere Angaben zur Person gibt es nicht, außer ich habe einen Profiltext hinterlassen. Gibt es dann noch gemeinsame Facebook-Interessen, werden diese angezeigt. Andere Interessen des Mitgliedes bleiben einem jedoch verborgen. So weiß ich weder etwas über den Beziehungsstatus, noch kann ich sehen ob die Person bereits Kinder hat. Auch Schulbildung, Beruf, Religion, sowie charakteristische Merkmale sind nicht bekannt. Also wischt man, auf das äußere Erscheinungsbild beschränkt, nach links auf „Nope“ oder nach rechts auf „like“. Mit „Nope“ wird kein Interesse signalisiert. Das wird jedoch dem Mitglied nicht mitgeteilt. Der Wisch nach rechts dagegen signalisiert ein „Like“, welcher im Profil des anderen dargestellt wird. Nun entscheidet diese Person, ob Sie die andere Person interessant findet. Mit einem „Nope“ wird auch hier keine Nachricht an den anderen übermittelt. Ein „Like“ dagegen ermöglicht nun erstmals eine Kontaktaufnahme. Hat man ein Profil einmal mit „Nope“ gekennzeichnet, taucht dies nicht erneut auf. Einmal falsch gewischt und man muss mit der Fehlentscheidung leben. Gerade habe ich im näheren Umkreis alles auf „Nope“ gezogen – jetzt müsste ich den Radius erweitern damit ich weitere Singles angezeigt bekomme.

Wie kann man auf Tinder mit anderen Singles in Kontakt treten?

Um mit anderen Singles, insbesondere einer Person in Kontakt treten zu können, müssen beide ihr „Like“ zum Profil des anderen abgegeben haben. Erst dann kann eine Kontaktaufnahme erfolgen. Und erst dann kann man sein Gegenüber auch näher kennenlernen und weitere Informationen über die Person in Erfahrung bringen. Prinzipiell ist dieser Ansatz genau richtig, zumindest für Tinder.

Für wen lohnt sich Tinder?

Ich finde die Mobile Dating App von Tinder etwas verspielt, oberflächlich und sehe die Hauptzielgruppe bei Singles zwischen 18 und 30 Jahren. Ist wie Flirten in einem Club/ Discothek. Entweder meine Blicke und mein Lächeln werden erwidert, so dass ich den nächsten Schritt tun kann, um die Person näher kennen zu lernen, oder aber man kehrt mir den Rücken zu. Wer jedoch etwas älter ist, der achtet bei der Partnersuche im Internet nicht ausschließlich auf das Profilbild, sondern bezieht vermehrt charakteristische Merkmale, Hobbys, Interessen und Ziele in die Partnersuche und Partnerauswahl mit ein. Somit lohnt sich Tinder weder für Singles ab 30, 40 oder 50 Jahren, denn wer in diesem Alter sich dem Online Dating widmet, der hat meist auch ernsthafte Absichten und sucht den Partner fürs Leben. Für Singles ab 30 können wir daher Online Partnervermittlungen für die Partnersuche empfehlen.

Mein Fazit zu Tinder

Tinder ist mir persönlich zu unpersönlich. Warum soll ich einer Person ein Like geben, wenn ich nichts von ihr weiß? Nur aufgrund des Aussehens? Und wie soll ich mich entscheiden, wenn das Profilbild ein Hund, eine Katze, oder sonstiges ist, was die Person auf Facebook eingestellt hat? Auch dem Thema Scam stehe ich hier sehr kritisch gegenüber. Tinder könnte das nächste Einfallstor für Scammer sein. Während andere die Umkreissuche sehr kritisch darstellen, weil diese möglicherweise Stalker auf den Schirm rufen könnte, sehe ich den Internet Romance Scammer hier schon fette Beute machen. Klar ist, dass Tinder von jeder Altersgruppe genutzt wird, die einen Facebook Account ihr eigen nennt. Auch Singles über 50 Jahre nutzen in Deutschland bereits Tinder. Doch sollte gerade diese Altersgruppe vorsichtig sein, denn die über 40 und 50 Jährigen sind ein begehrtes Ziel von Betrügern. Für die 18 bis 25 jährigen Singles ist Tinder sicherlich eine tolle Mobile Dating App. Nicht nur weil sie komplett kostenlos ist, sondern weil man bei der Partnerwahl zunächst weniger mit dem Kopf, als mit dem Auge entscheidet. Und findet man die Funktion von Like und Nope so toll, so sei gesagt, dass FriendScout24 dies auch schon seit Ewigkeiten mit dem Feature DateRoulette und Neu.de mit den Daily6 im Portfolio haben. Profile, die man hier jedoch übereilt abgelehnt hat, kann man zu einem späteren Zeitpunkt, oder aber über das Profil direkt nochmal ändern.

Tinder hat das Rad des Online Datings nicht neu erfunden und stellt für mich auch kein neues, intuitives Feature für die Partnersuche im Internet dar. Als Single wünsche ich mir allerdings die Möglichkeit mehr über die Person in Erfahrung zu bringen, bevor ich mit einem Like mein Interesse bekunde.

Partnersuche für homosexuelle Singles!