Wer möchte heute nicht mit seinem Partner eine erfüllte Partnerschaft führen. Idealerweise soll die Beziehung ein Leben lang andauern und nicht von einem der beiden Partner beendet werden. Doch wie kann man eine erfüllte Partnerschaft führen, was gehört dazu? Was zu einer erfüllten Partnerschaft gehört merkt man mitunter erst, wenn die Beziehung vorüber ist. Welche Grundlagen für eine erfüllte Partnerschaft wichtig sind und wie Sie diese gemeinsam mit ihrem Partner anwenden, habe ich hier für Sie zusammengetragen.

Humor und gemeinsames Lachen in einer Beziehung

Humor und gemeinsames Lachen ist in einer Beziehung absolut wichtig. Gemeinsam über Dinge zu lachen, den Partner zum Lachen zu bringen und sich an dessen Lächeln zu  erfreuen stärken nicht nur das Gefühl der Zusammengehörigkeit, nein es entspannt gleichzeitig. Natürlich ist die Beziehung keine Comedy Veranstaltung, in welcher nur herumgealbert wird, doch für eine Beziehung ist auch noch nach vielen Jahren das gemeinsame Lachen eine Bereicherung, durch welche auch so mancher Konflikt entschärft werden konnte.

Freiräume in der Beziehung

Nur weil man in einer Beziehung lebt bedeutet es noch lange nicht, dass man seine komplette Freizeit mit dem Partner verbringen muss. Ich würde behaupten, dass eine gute Beziehung ihre Freiräume benötigt. Jeder sollte in der Beziehung auch noch ein Stück Privatsphäre haben, eine Möglichkeit sich zurückzuziehen. So kann jeder auch den Interessen nachgehen, die der Partner weniger mag. Ob nun Sport, das Wellness-Wochenende mit einer Freundin, oder die Motorrad-Tour mit den Kumpels – all das bringt Abwechslung in die Beziehung. Zudem wird dadurch auch Gesprächsstoff gesammelt, den man in trauter Zweisamkeit austauschen kann.

Gemeinsamkeiten – Projekte gemeinsam bestreiten

Neben den Freiräumen, die eine Beziehung benötigt, sind aber auch Gemeinsamkeiten ein wichtiger Bestandteil für eine Beziehung. Gemeinsame Projekte dienen ebenfalls zur Stabilisierung und Festigung einer Beziehung. Im gemeinsamen Projekt hat jeder seine Aufgabe und Rolle, die er innerhalb des Projektes einnimmt. So kann beispielsweise ein gemeinsames Projekt die Renovierung und Neugestaltung des Wohnzimmers sein. Jeder hat hier seine Rolle und Aufgabe, die er einnimmt. Dennoch gibt es für gewisse Bereiche, die zuvor abgesteckt wurden, eine Person, die den Hut und somit die Verantwortung hat. Mit jedem gemeinsamen Projekt, welches man erfolgreich bestreitet, wird die Beziehung bestätigt. Das hilft auch ungemein bei der Bewältigung von Krisen in einer Beziehung.

Gegenseitige Akzeptanz in der Beziehung

Gegenseitige Akzeptanz ist für eine Beziehung sehr wichtig. Möchte man den eigenen Partner jedoch ändern, oder hat man das Gefühl, dass der Partner einen ändern möchte, dann kommt es auf das was, wie und warum an.

Zeigt einem der Partner, dass man sich in gewissen Punkten ändern muss, wird dies auf Dauer zu Konflikten führen. Man fühlt sich hier zunehmend unter Druck gesetzt, fühlt sich durch den Partner nicht so geliebt, wie man ist.

Es kommt eben auch darauf an wie man dies dem Partner mitteilt. Sage ich zu meinem Partner „Du muss das jetzt aber mal…“ oder besser „Es wäre schön, wenn du…“. Auch sollte man den Partner damit nicht alleine lassen, sondern dies als gemeinsames Projekt sehen. Hierbei können es banale Dinge sind, wie die Unordnung, welche der Partner immer wieder hinterlässt und einfach nichts aufräumt. Meckert man immer herum, wird sich an dem Zustand nichts ändern, denn der Partner geht hier in Protest/ Widerstand. Zeigt man jedoch, dass man sich freuen würde und bietet zudem noch Unterstützung an, ist auch von der anderen Seite mit einer Bereitschaft zu rechnen.

Wer jedoch gleich zu Beginn einer Beziehung feststellt, dass der Partner versucht einen zu ändern, der hat sich wohl den falschen Partner ausgesucht. Hier sollten Sie das offene Gespräch suchen und ihrem Partner einerseits mitteilen, wie Sie sich dabei fühlen, was Sie davon halten, dass er versucht sie zu ändern und wohin es letztlich führen wird.

Kritik am Partner üben, aber richtig

In einer Beziehung kommt es durchaus zu Streitigkeiten, in welchen Paare mitunter ausfallend und beleidigend werden. Wichtig ist, dass man keine Probleme vor sich herschiebt, sondern diese auch immer sofort anspricht. Dadurch staut sich nicht viel an, man ist entspannter und der Partner weiß auch gleich wovon die Rede ist. Oberstes Gebot ist es jedoch nicht in der DU-Form zu kommunizieren. Evtl. können Sie sich in nachfolgendem Szenario selbst erkennen. Stellen Sie sich vor, ihr Partner hat so einiges falsch gemacht, bzw. nicht so erledigt, wie Sie es wollten. Jetzt stehen Sie vor ihrem Partner und sagen:

  • Du hast das nicht gemacht
  • Du hast dich nicht darum gekümmert
  • Du hast wieder einmal nicht verstanden was ich will
  • Du bist zu nichts nutze
  • Du… Du… Du…

Tritt man dem Partner jedoch in der Ich-Form entgegen, kann dieser mit den Aussagen deutlich mehr anfangen, weil mein seine Gefühle hierbei zum Ausdruck bringt

  • Ich habe mich darauf verlassen, dass das erledigt wird
  • Ich bin mit dieser Situation nicht zufrieden…
  • Ich brauche hier deine Unterstützung, weil….

Gerade wenn es zu Streitigkeiten kommt ist es wichtig Ruhe zu bewahren. Ich selbst habe mich immer gefragt warum man beim Streiten eigentlich laut werden muss. Versuchen Sie einen Streit ruhig und sachlich zu meistern. Haben Sie häufiger Streit mit ihrem Partner, dann drucken Sie doch ein Blatt mit Regeln aus und legen dies vor.

Ganz wichtig ist es, den Partner ausreden zu lassen. Auch wenn man das Gefühl hat gleich zu explodieren – lassen Sie es. Und wenn Sie dazu etwas beisteuern möchten, es jedoch vergessen weil ihr Partner noch am Reden ist, dann kann es so wichtig nicht gewesen sein. Ihrem Partner müssen Sie aufgrund dessen keine Vorwürfe machen.

Wenn Sie einen Fehler begangen haben, der entweder einen Streit erst ausgelöst hat, oder aber sich während des streiten im Ton vergriffen haben, sollten Sie sich auch direkt entschuldigen.

Wenn ihr Partner an Ihnen Kritik übt, dann sollten Sie diese auch annehmen und nicht die Flucht ergreifen. Hören Sie aufmerksam zu was ihr Partner Ihnen zu sagen hat.

Komplimente machen

Nur weil Sie mit Ihrem Partner bereits seit Jahren glücklich unter einem Dach leben bedeutet es nicht, dass Komplimente ein Tabu sind. Auch nach 20 Jahren sollte man dem Partner Komplimente machen. Ganz egal, ob frisch nach dem Friseur, beim Shoppen und der Anprobe neuer Kleidungsstücke, am Frühstückstisch, oder direkt beim Aufwachen im Bett. Komplimente versüßen dem Partner den Tag. Und wer häufig Komplimente macht, wird auch welche zurückbekommen. Komplimente sind nicht einfach nur ausgesprochene Worte, sondern signalisieren dem Partner, dass dieser einen begehrenswert findet.

Leidenschaft in der Beziehung

Zu einer erfüllten Beziehung zählt auch, dass diese mit Liebe und Leidenschaft geführt wird. Nur weil die Beziehung älter wird, müssen Dinge nicht als selbstverständlich abgehakt werden. Setzen Sie auf tägliche Rituale, wie beispielsweise die Verabschiedung des Partners am Morgen mit einer herzlichen Umarmung und einem Kuss. Ebenso die Begrüßung am Abend mit einem Kuss und einer Umarmung. Findet dies derzeit bei Ihnen nicht statt, dann ergreifen Sie die Initiative und führen dies schleichend ein, indem Sie es einfach tun, ohne auch nur ein Wort zu verlieren. Nach einigen Wochen werden Sie feststellen, dass ihr Partner diese Veränderung verinnerlicht hat und bei der Verabschiedung bereits auf Sie zukommt.

Haben Sie sexuelles Verlangen nach ihrem Partner, sagen Sie es einfach. Sagen Sie ihrem Partner was Sie gerne tun möchten oder machen Sie es einfach. Zu oft erwartet man vom Partner, dass dieser die Initiative ergreift.

Der Partner ist kein Hellseher

Haben Sie Wünsche an ihren Partner, oder sind etwas enttäuscht von ihm, dann kann es möglicherweise helfen, wenn Sie dies ihrem Partner mitteilen. In den seltensten Fällen hat der Partner nämlich hellseherische Fähigkeiten und kann ihre Gedanken und Gefühle erahnen. Neben Kritik ist auch Lob wichtig in einer Beziehung. Zu selten zeigen wir jedoch unserem Partner, dass wir stolz auf ihn sind. Und wenn es darum geht Kritik zu äußern, dann sollte diese selbstverständlich sachlich und keineswegs ausfallend verlaufen.

Arbeitsteilung im Haushalt

In vielen Haushalten sind die Arbeiten klar geregelt, nämlich zu Lasten der Partnerin. Dabei spielt es keine Rolle ob die Frau berufstätig ist, oder nicht. Wir leben jedoch nicht mehr in der Steinzeit, sondern in einer Zeit, in welcher auch berufstätige Männer zu Hause im Haushalt mit anpacken. Einfach nur nach Hause kommen, Füße hochlegen und beim Bier die Bundesliga schauen ist zwar ab und an auch gestattet, sollte aber nicht die Regel sein. Setzen Sie sich gemeinsam mit dem Partner an einen Tisch und besprechen Sie mit ihm die Arbeitsorganisation im Haushalt. Schreiben Sie auf, wer wann welche Arbeiten im Haushalt zu erledigen hat und pinnen Sie den Zettel gut sichtbar an den Kühlschrank. Zur Sicherheit sollten Sie den Zettel nochmal abfotografieren. Und hat man das Gefühl, der Partner könnte die für heute anfallende Hausarbeit vergessen, dann kann man ihn dezent mit einem „Du Schatz, heute steht noch was auf der Liste, was Du zu erledigen hast.

Wenn die Beziehung schon seit längerer Zeit nicht mehr das Gelbe vom Ei zu sein scheint, sollten Sie nicht den Fehler begehen an allen Baustellen gleichzeitig zu arbeiten. Arbeiten Sie stattdessen eine Baustelle nach der anderen ab. Der Unterschied: Je mehr Sie dem Partner / der Beziehung auf einmal mitteilen, desto unwahrscheinlicher ist es, dass überhaupt eine Verbesserung eintritt. Zudem dauert es beim Parallelisieren deutlich länger, bis sich erste Erfolge abzeichnen. Und Erfolge sind hierfür wichtig. Denn sind wir mal ehrlich: Die meisten Paare werfen die Flinte ins Korn weil sich keine Erfolge einstellen.